Portugiesische Piniennuss

Portugiesische Piniennuss

Die Piniennuss ist eine Trockenfrucht der Spitzenklasse, deren Lieferant die  Steinkiefer oder Pinie (Pinus pinea L.) ist. Laut Angaben der Waldinventur Portugals des Jahres 2007 gibt es insgesamt circa 83.900 Hektar Steinkiefern. Dieser Baum ist in einigen Regionen Portugals auch unter dem Namen «Pinie» geläufig und ist sehr gut an die mediterranen Klimaverhältnisse angepasst, die sich durch einen trockenen Sommer und hohen Temperaturen auszeichnen. Die Steinkiefern sind normalerweise nicht so anfällig gegen Plagen und Krankheiten wie die anderen mediterranen Pinienarten. In den Pinienhainen Portugals lebt eine nicht unerhebliche Anzahl Vögel, Säugetiere, Insekten, Reptilien und Amphibien.
Da es sich bei der Steinkiefer um eine schnell wachsende Art handelt, ist das Holz von nicht nennenswerter Qualität. Die grösste Einnahmequelle stellt daher die Piniennuss dar, die in den Pinienzapfen heranreifen. Die Ernte der Pinienzapfen ist weniger umweltschädlich für die Ökosysteme der Wälder als die traditionelle Bewirtschaftung des Waldes und ausserdem bringt die Nutzung der Steinkiefer Vorteile in finanzieller und sozialer Hinsicht. Die Piniennuss ist ein Feinschmeckerprodukt, hat einen ausgezeichneten Geschmack und ist daher ein hervorragender Aperitiv sowie eine klassische Zutat der mediterranen Küche. In der traditionellen portugiesischen Küche gibt es einige Rezepte mit Pinienkernen als Zutat.

[Gourmet]